Performance

Die Anderen als Hintergrund (Vortrags-Performance)

Foto von Tom Fichtner, www.tomfichtner.com

Um uns herum unsere Freunde, Bekannten und Kollegen. Darum herum die Menschen in unserer Stadt. Sie sind neben allem anderen, auch unsere Umgebung und ein Hintergrund, vor dem unser Leben abläuft. Wer sind die anderen für uns, während wir über uns selbst nachdenken? Wie glauben wir in ihrer Mitte zu funktionieren? Wie spiegeln wir uns in ihnen? In welcher Weise glauben wir, ihnen ähnlich und unähnlich zu sein? Wie mischen wir uns? Und welchen Teil der Beziehung zu ihnen können wir nicht wahrnehmen?

Vortrags-Performance in Portraits,  Phantasmen und Theorieschnipseln.

Das Gefühl zu denken: Zur Erfahrung des Theorie-Lesens

Lecture-Performance in sechs Portraits mit Animationsfilmen, 2016

Wie spüren wir das Denken der Theoretiker? Wie unser eigenes? Wie verhalten wir uns zu den Philosophen und Philosophinnen? Wie verhalten sie sich zu uns? Hören wir ihre Stimmen? Spüren wir ihren Blick? Macht es einen Unterschied ob die Autoren Männer oder Frauen sind? Wie hält man das Nicht-Verstehen aus? Woher wissen wir, dass wir verstanden haben? Ist das Verhältnis zur Philosophie religiös? Können wir den Text beherrschen? Oder beherrscht der Text uns? Wie nehmen wir an der Durchschlagskraft der Bücher teil? Wie an ihrer Machtlosigkeit?

Die Performance denkt mit Hilfe von sechs Portraits und mit Hilfe von Animationsfilmen über subjektive Erfahrungen beim Lesen von Philosophie nach.

Hör-Ausschnitt von der Präsentation bei  der „Art as a Medium of Thinking“ conference, AIL, Wien, 2016.

 

 

PerformanceAOnline / Vortrag / Antwort

Vortragsperformance mit Animationsfilmen, 2014

Vorträge und Reden hatte von Anbeginn an oft etwas mit Götter und Geistern zu tun, in deren Namen gesprochen wurde. Traditionelle bürgerliche Vorträge werden meist  von Institutionen organisiert und autorisiert. In wessen Namen sprechen Online-Vorträge?  Von welcher Position aus sprechen sie? In welcher Weise sind Gespenster und Institutionen in ihnen präsent? Wie etablieren sie eine Normalität, vor der sie etwas Besonders leuchten lassen können? Vortrags-Performance in 7 Kapiteln.

 

 

Das Versprechen der Philosophie I: Ahnung und Unruhe

Vortragsperformance, 2012

Beginnt das Lesen von Philosophie mit einer Ahnung? Mit einer Übertragung? Gibt uns Philosophie eine Technik, um uns selbst umzubauen? Ist die anfängliche Liebe zur Philosophie pubertär? Wie kann man lernen etwas zu verstehen, das man noch nicht versteht? Wie hält man das Nicht-Verstehen aus? Gibt es einen Moment, in dem man weiß, dass man gleich verstehen wird, ohne es schon zu tun? Und woran erkennt man, dass man verstanden hat? Oder ist es das Missverstehen, was uns glücklich macht?

Diese Vortragsperformance untersucht den Beginn der Liebe zur Philosophie mit Animationsfilm. U.a. in Referenz zu Jacques Derrida, Marshall McLuhan und Emmanuel Levinas.

 

 

Das Versprechen der Philosophie II: Zwang und Entzücken

Vortragsperformance, 2013

Philosophie ist gewalttätig, sie spricht Verbote aus, sie zwingt uns ihre Denkbewegungen auf. Sie sagt, wie gedacht werden darf und wie nicht. Philosophie muß uns ein starkes Versprechen geben, damit wir uns dennoch durch ihre komplexen Texte kämpfen. Welches Versprechen ist das? Welches Entzücken halten wir für möglich?

Diese Vortragsperformance untersucht den Zwang von philosophischen Texten und wie dieser Zwang mit dem Versprechen der Philosophie zusammenhängt. Die Performance arbeitet mit u. a. mit Texten von Gilles Deleuze und Félix Guattari und mit Animationsfilm.

 

 

Weitere Performances

  • Subtrahieren und Addieren mit Hegel und Deleuze, Vortrags-Performance 2012.
  • Freud küssen, Vortrags-Performance 2007.
  • Der Überschwang der Produktion, Vortrags-Performance mit Animationsfilmen zum Begriff des Stroms bei Deleuze and Guattari 2004
  • Ichverströmer, Einverleiber, Selbstverdoppler, Größenwahner: Mechanismen der Selbstvergrößerung, Vortrags-Performance 2002.
  • Strom für die Produktion, Performance, 2002.