Produktions-Phantasmen

Eine Sammlung von Listen, Beschreibungen, Übersichten und Stichpunkten zu Vorstellungen, Tagträumen, Phantasien und Ängsten, die mit der künstlerischen Produktion verbunden sind. Diese war Ausgangsmaterial für eine Installation und eine Vortragsperformance.

Teil 1: Ich muss mich unbedingt hinlegen: Ziemlich viel über kaum etwas

Ausstellungsteilnahme bei The Production of Nothing

Während der Ausstellungszeit sammle und entwickle ich – so hyperaktiv wie möglich – Denkfiguren, Beschreibungen, Handlungsanweisungen etc. zum Wenig-, Kaum-, Fast-Nicht-Produzieren, zu gebremster, diskreter und versteckter Produktion, zu Latenzphasen und zum Phantasma der Nicht-Produktion. Ich sammle mit der Hilfe der Besucher: Gebt mir ein Interview (5-15 min) über Eure zarte, schmale oder reduzierte Produktion, aber auch über Eure Alltagsproduktion oder Eure Phantasien einer Nicht- oder Großproduktion. Wenn Ihr mögt, machen wir eine Zeichnung dazu.

Installation bei der Ausstellung „The Production of Nothing“ Kunstpunkt Berlin, 2018

    

Teil 2: Works, works, works (Phantasms of Works)

Textsammlung, Vortrags-Performance und Mini-Workshop, Konstitutet, Malmö 2019

Gesammelt u.a. während einer Residency bei Brunakra Contemporary, Gislöv Schweden.

KurzbeschreibungWovon träumen wir, wenn wir an die Herstellung einer großen Arbeit denken (ein Traum, den beinahe jeden Künstler hat)? Wie stellt man sich die Arbeit an kleinen Arbeiten vor? Was genau ist gut daran? Was meinen wir, wenn wir von poetischen, gewagten oder konsequenten Arbeiten sprechen? Welche Ideale haben wir im Sinn? Was macht daran welche Art von Spaß? Welche Vorstellungen von Arbeitsabläufen und von passiven sowie aktiven Zustände sind damit verbunden?

Die Vortrags-Performance (bei Konstitutet in Malmö) bestand im Vortragen von Listen von Eigenschaften und Phantasmen zu verschiedenen Formen von Arbeiten(groß, klein, minimal, krass, konsequent, poetisch…). Die Motive widersprachen sich, wechselten die Ebene, spiegelten sich ineinander… Etwa ab der Hälfte des Vortrags durfte das Publikum entscheiden, ob ich weitermachen und welches Thema als nächstes behandelt wurde, wobei die Listen im fragmentarischer wurden. Einfache projizierte Graphiken, erlaubten den Besucher zu sehen, wo in der jeweiligen Ordnung man sich gerade befand. In einem anschließenden Workshop befragten sich die Besucher gegen­seitig zu ihren Phantasien von zukünftigen Arbeiten.

Textausschnitt aus der Performance:

 

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